In diesen Jahren hat sich ohne Zweifel sein kritischer Blick entwickelt, während er einer realistischen Malerei nachging mit einer Erzählkunst und Bildern nahe dem Pop, bezeichnenden antikriegerischen Bildern in den Jahren von Vietnam zum Beispiel, die dem realistischen Expressionisten den Weg bereiteten und schon in den achtziger Jahren stellt sich ein Gleichgewicht und Miteinander des Figurativen und Abstrakten ein, immer den Blick des großen Zeichners unterstreichend, der sich in jeder Skizze verbirgt . Die Aktion und expressionistische Gestik betonen seine Identität, vielleicht als Zeichen der Rebellion des alten proustischen Blickes der Kindheit, so wie es auch bei anderen großen deutschen Künstlern seiner Generation geschah, die  schwerlich die kindlichen Traumata des Krieges, der ihre Städte zerstörte, vergessen  konnten, so war es auch im Falle von Detlef Kappeler. Zweifellos hat diese Sichtweise nicht verhindert, dass der Künstler ein Miteinander  von mehr rebellischer Identität zwischen Konvulsion und Agitation und mehr aggressiverer Abstraktion zugelassen hat, mit einer Seele des Poeten, der sich in jedem seiner Werke verbirgt, einer Seele, die den eigentlichen Barden, der die Weisheit des Gilgamesh – Epos wahrnehmen  kann, um zu denken, dass auf der Erde wenig Sterne verbleiben und dass er nicht abschließende Wege durchlaufen hat. Bezüge, welche die Zartheit bestärken – aber eine kritische Zartheit, die er seiner augenblicklichen Sicht der Costa da Morte  gegenüberstellt, das  Macondo, das es ihm erlaubt, seine existenziellen Besorgnisse in dieser Welt zu erklären, von diesem winzigen Dorf am Meer aus, verloren zwischen den Wellen des Atlantiks, gewöhnt an ein intensives Leben, eine Mikrowelt, die sich zum Universum hin ausdehnt. Diese Aussage ruft in mir jene Erinnerung wach, die Witold Gombrowicz mit soviel Leidenschaft verteidigte, als er behauptete, dass das Große der künstlerischen Arbeit in dem Konkreten läge, weil im Konkreten sich das Universelle wieder fände, der wirkliche Wille zu leben und zu fühlen.

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